Die passende Matratze finden

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Gefühlt verbringen wir nahezu die Hälfte unserer Lebenszeit im Bett, tatsächlich handelt es sich ungefähr um ein Drittel. Und da unser Schlaf eine wesentliche Rolle für unsere Gesundheit, unseren Stoffwechsel und selbstverständlich auch unsere Psyche spielt, sollten wir dafür sorgen, dass wir auch möglichst guten, ruhigen und ungestörten Schlaf genießen können. Welches Bett und welche Matratze dafür am besten geeignet ist, darüber kann man sich allerdings streiten.

Das Wasserbett

Ein Wasserbett hat tatsächlich gegenüber herkömmlichen Matratzen einige Vorteile. Es lässt sich auf alle Bedürfnisse perfekt und individuell anpassen, sowohl an die Schlafgewohnheiten, das Gewicht und die persönliche Temperatur. Durch die bewegliche Oberfläche passt sich das Wasserbett der persönlichen Figur beim Schlafen so gut an, dass man keine Rückenprobleme oder sonstige Druck- oder Durchblutungsprobleme bekommen kann. Außerdem lässt sich das Wasserbett über die Jahre immer wieder den körperlichen Veränderungen anpassen und das für manche vielleicht anfangs etwas unangenehme Nachschaukeln lässt sich ebenfalls dank integrierter Beruhigungsstufen vorab einstellen. Die Lebensdauer von Wasserbetten liegt je nach Art der Herstellung zwischen fünf und fünfzehn Jahren, bei guter Pflege auch deutlich länger.

Wasserbett vs. Matratze

Bei einem ordentlichen Vergleich von Wasserbett vs. Matratze dürfen aber auch die Nachteile nicht unerwähnt bleiben. Neben den in etwa gleichhohen Anschaffungskosten wie für herkömmliche Matratzensysteme, die ja beileibe nicht gering sind, kommen hier noch laufende Kosten für die Beheizung und Pflege des Wasserbettes hinzu. Ein Wasserbett lässt sich in der Regel nicht mehr umstellen, wenn es einmal aufgebaut wurde, und es muss einmal im Jahr das Wasser gewechselt werden und mit keimtötenden Mitteln versehen werden. Eine Geräuschentwicklung beim Schlafen ist genau wie bei Federkernmatratzen möglich. Für den Aufbau sollte im Zweifel ein Statiker als Berater hinzugezogen werden und im Zweifel kann bei der Nutzung eines Wasserbettes auch ein Wärme- oder Feuchtigkeitsstau auftreten.

Unterschiedliche Matratzen

Jedem bekannt sind die Federkernmatratzen, wie sie schon bei Oma und Opa in den Betten lagen. Hier gibt es in den verschiedenen Macharten auch noch Unterschiede, wie beispielsweise bei den Taschenfederkernmatratzen und den Bonellfederkernmatratzen. Letztere weisen eine wesentlich geringere Punktelastizität auf als die in einzelnen Stofftaschen befindlichen Federn, welche sich aber wiederum nicht gut für verstellbare Lattenroste eignen. Tonnentaschenfederkernmatratzen weisen in dieser Klasse den höchsten Komfort auf. Federkernmatratzen haben ein sehr gutes Raumklima und geben Feuchtigkeit problemlos wieder an die Außenluft ab. Außerdem sind heutige Matratzen in Zonen unterteilt, die den verschiedenen Körperformen gerecht werden sollen. Sie sind sehr lange haltbar, verlieren aber unter Umständen ab fünfzehn Jahren Nutzung deutlich an Komfort und können starke Geräusche entwickeln.

Kaltschaummatratzen galten lange als billig und schlecht für den Rücken, doch seit ein paar Jahren gibt es sehr hochwertige Produkte auf dem Markt, die dem Kassenschlager Federkernmatratze in nichts nachstehen. Sie bestehen aus unterschiedlichen Schichten Schaumstoff und passen sich ebenfalls sehr gut der Körperform an. Dazu bieten sie völlige Geräuschfreiheit, was auch bei häufigem Drehen und Wenden, gerade im Doppelbett, für ruhigen und ungestörten Schlaf sorgt. Zudem sind sie gut geeignet für verstellbare Lattenroste, da sie ein gutes Rückstellungsverhalten aufweisen. Die Wärmeisolation funktioniert sehr gut und sie haben ebenfalls bei hoher Qualität eine lange Lebensdauer. Gerade Allergiker treffen hiermit eine gute Wahl, da sich bei entsprechender Pflege so gut wie keine Milben ansiedeln können.

Wie bei allen großen und wichtigen Anschaffungen im Haushalt gilt bei der passenden Matratzenkonstruktion vor allem eins: ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren. Guter Schlaf ist wichtig und dementsprechend sollte man sich bei dieser Entscheidung auch Zeit lassen und auf keinen Fall an der passenden Matratze sparen.

Bildnachweis: Bett 1 © Rainer Sturm / pixelio.de, Bett 2 © Rainer Sturm / pixelio.de, Bett 3 © Rainer Sturm / pixelio.de.

Bett 1 © Rainer Sturm / pixelio.de
Bett 2 © Rainer Sturm / pixelio.de
Bett 3 © Rainer Sturm / pixelio.de
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