Möbel- und Wohntrends 2016

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Die Farbe Grau, klassischer Vitage-Stil und skandinavische Möbel, das war 2015. Wer sich darin nicht wiederfindet, kann sich freuen, denn 2016 stehen Individualität und viel Raum zur Entfaltung klar im Fokus. Für leidenschaftliche Bastler und DIY-Freunde könnte es nicht besser laufen, denn kreative Multifunktions-Lösungen und auch Upcycling stehen voll im Trend.

Vielseitige Multifunktionsmöbel sind vor allem auf kleinem Raum sehr angesagt. Die Couch, die sowohl als Schlafsofa als auch als Wohnzimmereinrichtung dient, die kluge Raumteiler-Lösung, in der das Sideboard die Struktur bestimmt – Elemente, die mindestens zwei Funktionen erfüllen, kommen an. Hauptsache flexibel, so die Devise.

Dabei gewinnen individuelle Accessoires immer mehr an Bedeutung. Die Persönlichkeit der Bewohner soll erkennbar sein. Lichte und luftige Raumlösungen, die die Aufmerksamkeit auf gezielt platzierte Hingucker lenken, entsprechen dem modernen Zeitgeist. Einige Ideen zur individuellen Gestaltung haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Trendfarbe 2016: Gelb

Sie ist die Farbe der Sonne und des Lichts, drückt Freude und Lebendigkeit aus und verleiht Räumen eine warme Atmosphäre: die Farbe Gelb. Farbpsychologen bescheinigen ihr zudem eine sehr positive Wirkung auf das Gemüt: So strahle Gelb Optimismus aus, steigere die Kreativität und die Fantasie. Der Betrachter werde in eine fröhliche und heitere Stimmung versetzt. Generell gilt: Je wärmer der Farbton, desto wohltuender die Wirkung.

Warum es also 2016 nicht mal mit einer gelben Motivtapete probieren? Auf einem Ton-in-Ton-Hintergrund lassen sich auf diese Weise herrliche Akzente setzen. Holen Sie sich den Sommer schon jetzt in Ihr Wohnzimmer und gestalten Sie Ihr individuelles Wohlfühlambiente. Sie haben Sorge, das Motiv nicht sauber hinzubekommen? Kein Problem. Ähnlich wie bei einer Fototapete gibt es einige wenige Kniffe, die es zu beachten gilt. Wichtig ist es, alles Notwendige bereit zu halten, den Untergrund entsprechend vorzubereiten und sich das Motiv vorab aus den einzelnen Bahnen vorzulegen. In nur wenigen Schritten ist die Motivtapete an der Wand und der Raum bekommt einen besonderen Kick.

Strick ist in!

Wo wir gerade bei einer positiven Atmosphäre sind: Gestrickte Accessoires sind wieder in. Ob die flauschige Decke für die Couch oder das bequeme Sofakissen – Gemütlichkeit, ein Ambiente, das zum Entspannen einlädt, all das ist Trumpf in diesem Jahr. Der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Wie wäre es also mal mit einem selbst gestrickten Lampenschirm oder einem Überzug für die zerschlissene Stuhlpolsterung?

Selbst die Blumenvase lässt sich im Strick-Look gestalten. Hierzu braucht es lediglich ein gerades, schlichtes Modell einer Vase, beispielsweise aus Glas, sowie eine Wolle Ihrer Wahl. Mit dem Nadelspiel stricken Sie nun in Rechts-Links-Optik einen Schlauch, der sich von außen an die Form der Vase anpasst. Geübte Stricker können auch ein Loch- oder Zopfmuster in ihre Kreation einarbeiten. Passend zum Sofakissen und farblich abgestimmt entstehen so komplette Strickwelten.

Und, nebenbei bemerkt, haben Forscher herausgefunden, dass sich die Tätigkeit des Strickens selbst positiv auf die Psyche auswirkt. Der Blutdruck wird gesenkt und Stress abgebaut. Außerdem stärkt die Handarbeit das Selbstvertrauen und fördert das logische Denkvermögen. Worauf warten Sie also noch?

Upcycle your life

Aus (scheinbar) nutzlosen und überflüssigen Produkten neuwertige Kreationen zu schaffen, auch Upcycling genannt, ist nicht erst seit gestern im Trend. Immer wieder überraschen Designer mit interessanten Ideen, kombinieren in ungewohnter Weise bereits gebrauchte Stoffe und Rohmaterialien zu neuwertigen Produkten und werten sie so auf. Das ist stylisch und hat zudem einen weiteren positiven Nebeneffekt: Es schont die Ressourcen und wirkt sich so nachhaltig auf unsere Umwelt aus.

Es ist ein Trend gegen die Wegwerfgesellschaft und zu mehr Individualität, denn oftmals entstehen durch Upcycling-Prozesse echte Unikate. Was viele nur aus dem Accessoire-Bereich kennen, hat längst auch Einzug in die Möbelhäuser gefunden. So waren auf den einschlägigen Möbel-Messen im vergangenen Herbst Tische und Sitzmöbel aus gebrauchten Europaletten zu bewundern.

Einfach selbst gemacht ist auch der neue Beistelltisch: Die Palette in das gewünschte Format sägen, die rauen Kanten abschleifen, die Oberfläche beizen oder lackieren, schon kann sie als praktische Ablagefläche genutzt werden. Wer es beweglich mag, setzt eben noch vier Rollen aus dem Baumarkt darunter. Fertig!

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Bildnachweis: © istock.com/fotostorm, © istock.com/leminuit, © istock.com/omgimages, © istock.com/Jovy86.

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